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Ausbildung
Fächerkanon
Die Stundentafel informiert darüber, welche Fächer in welcher Klasse mit welcher Stundenzahl belegt werden.
Die Unterrichtsinhalte dieser Fächer sind im Folgenden näher beschrieben:
A. Hauptfächer
Gesang, Gitarre, Klavier, Cembalo, Orgel, Akkordeon
Blockflöte, Querflöte, Oboe, Klarinette, Saxophon, Fagott
Trompete, Horn, Posaune, Tuba
Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass
Im ersten Schuljahr befasst sich das Fach Ensembleleitung mit schlagtechnischen Grundlagen und der Methodik der Chorprobe
anhand ein- bis dreistimmiger Volksliedsätze. Im zweiten Schuljahr
teilt sich das Fach in instrumentale und vokale Ensembleleitung.
Die Vertiefung und Erweiterung schlagtechnischer Kenntnisse sowie die Erarbeitung vierstimmiger Chor- und Instrumentalsätze verschiedener Stile und Epochen unter methodischen und interpretatorischen Gesichtspunkten stehen im Vordergrund.
Der Chorleitungsunterricht für Schüler der III. Klasse mit Hauptfach Gesang dient der Verfeinerung dirigentischer Ausdrucksfähigkeit und erweitert die Schlagtechnik um Themen des chorsinfonischen Repertoires wie das Rezitativ-Dirigat und die Handhabe eines Taktstocks. Neben der Arbeit mit dem Schulchor bietet sich durch stimmbildnerische und probentechnische Assistenz im Kronacher Kammerchor zudem Gelegenheit, Erfahrung in der Leitung eines künstlerisch ambitionierten Laienchores zu sammeln und Repertoirekenntnisse zu bereichern.
Im Ausbildungsgang Kirchenmusik kommen die Hauptfächer Liturgisches Orgelspiel, Gregorianischer Choral/Deutscher Liturgiegesang (kath.) bzw. Hymnologie (ev.) sowie Liturgik/kirchenmusikalische Normen und Glaubenslehre hinzu.
B. Pflichtfächer
Schüler mit Hauptfach Klavier erlernen ein weiteres Instrument ihrer Wahl, Schüler mit anderen Hauptfächern erlernen Klavier als Zweitinstrument. Kirchenmusiker mit Hauptfachinstrument Orgel erhalten Unterricht auf dem Pflichtfachinstrument Klavier sowie auf einem Melodieinstrument.
Da die Stimme das elementarste aller Melodieinstrumente ist, gehört ihre Entdeckung und Entwicklung zu den Zielen dieses Fachs.
Musik allein mit den Mitteln der menschlichen Stimme zu machen, kann faszinierend sein. Im Chor treffen sich alle Schülerinnen und Schüler mit nichts weiter als ihrer Stimme, um mehrstimmige Kompositionen zum Klingen zu bringen. Dabei reicht die Bandbreite des Repertoires von Madrigalen des 16. Jahrhunderts über chorsinfonische Werke und romantische Chorlieder bis zu zeitgenössischen Kompositionen und Jazz/Rock/Pop-Titeln, die auch Sprechgesang oder Mouth-Percussion einbeziehen können.
Außer den Solowerken, die auf den jeweiligen Haupt- und Pflichtfachinstrumenten erarbeitet werden, musizieren die Schüler regelmäßig in verschiedenen Kammermusikgruppierungen. Fester Bestandteil des Schulangebots sind Gitarrenensemble, Holz- und Blechbläserensemble, Streicherensemble ( Kammerorchester) und Schlagzeugensemble sowie das besondere Angebot, historische Blas- und Streichinstrumente wie Gemshörner, Krummhörner, Pommern und Fideln im Ensemble zu erlernen. Daneben formieren sich nach Möglichkeit gemischte Ensembles. Für Schüler mit Hauptfach Klavier besteht die Kammermusik meist im Begleiten von Sängern und Instrumentalisten.
Von Techniken des elementaren Stabspiels über die - für Carl Orff so wichtige - Verbindung von Musik, Sprache und Bewegung bis hin zu freieren Improvisationsformen erstreckt sich der Unterrichtsinhalt des Fachs "Orff". Sowohl Blattspiel als auch kreativer Umgang mit ungewohnten Instrumenten, sowohl gruppendienlich spielen als auch in den Vordergund treten, sowohl spontanes Umsetzen einfacher musikalischer Strukturen als auch das Einüben kleinerer musikalischer Formen wird hier gefordert und gefördert.
Die Musikgeschichte beschäftigt sich im ersten Schuljahr mit Mittelalter, Renaissance und Barock, dem Übergang von der improvisierten zur notierten Musik und der Einstimmigkeit zur Mehrstimmigkeit, vom Spielmannstanz und dem Gregorianischen Choral über Madrigal und Chanson bis zur Oper und Concerto.
Das zweite Schuljahr greift nochmals die wichtigsten Elemente und Gattungen der spätbarocken Musik auf und stellt sie der frühklassischen Musik gegenüber. Die Wiener Klassik, das 19. Jahrhundert mit Kunstlied, Sinfonik und Chormusik sowie das Musikdrama Richard Wagners sind weitere Themenschwerpunkte, die in ihrem allgemein historischen und kulturellen Kontext betrachtet werden. Der französische Impressionismus und die Zwölftonmusik der "Zweiten Wiener Schule" schließlich führen ein in die Musik des 20. Jahrhunderts.
Die Musiklehre ist die „Lehre“ der Musik. Ganz allgemein: alles, was unser Tonsystem betrifft. Dazu gehört u.a. die Notenschrift und das, was man mit ihr „anstellen“ kann, z.B. Intervalle oder verschiedene Tonleitern (Dur, Moll, Kirchentonarten) notieren, oder einen vorgegebenen Rhythmus in einer bestimmten Taktart aufschreiben.
Woher kommen unsere Instrumente? Wo haben sie ihre Wurzeln und wie haben sie sich verändert? Welche Konsequenzen ergeben sich aus baulichen Veränderungen? Wie ist das Verhältnis von Werk, Komponist und Instrumentarium? Mit diesen Fragen beschäftigt sich unsere Instrumentenkunde.
Welche Töne klingen gut miteinander und welche weniger? Darüber haben sich Komponisten seit Jahrhunderten Gedanken gemacht und versucht, ihre Erfahrungen mit den zwölf zur Verfügung stehenden Tönen in Regeln zu fassen. Natürlich änderte sich der Geschmack der Ohren im Laufe der Zeit, sodass auch die Regeln immer wieder Änderungen unterlagen. Im Fach Tonsatz versuchen wir, ausgehend vom musikalischen Geschmack des 17. Jahrhunderts Tonsatzregeln zu erkunden und anzuwenden. Dabei arbeiten wir uns bis zu den Gesetzmäßigkeiten des so genannten Bach-Chorals vor und werfen noch den ein oder anderen Blick auf spätere Musik.
Das Fach trainiert die Fähigkeit, musikalische Ereignisse wie Rhythmen, Intervalle, Akkorde und Formverläufe hörend aufzufassen, nachzusingen und in Notenschrift zu übersetzen. Umgekehrt wird durch die Reproduktion notierter Rhythmen und Melodien die musikalische Vorstellungskraft geschult.
Das Fach Unterrichtsmethodik versucht, in Grundzügen Lehren und Lernen im Instrumental- und Gesangsunterricht zu vermitteln: Es lehrt Fähigkeiten, aus der aktuellen Unterrichtsliteratur angemessen auszuwählen, eine Unterrichtsstunde zu planen, Kenntnisse verschiedener Übemethoden zu vermitteln und diese situationsgerecht einzusetzen.
Begleitend zum Ensembleleitungsunterricht befasst sich das Fach Partiturspiel mit der Darstellung vierstimmiger Instrumental- und Chorsätze auf dem Klavier. Zu den Lernzielen gehören die Fähigkeit, eine Partitur auf das musikalisch Wesentliche und technisch Spielbare zu reduzieren, um z. B. in einer Chorprobe auch das Klavier sinnvoll einsetzen zu können. Außerdem wird der Umgang mit Transpositionen und transponierenden Instrumenten behandelt.
Das ungeschulte Auge sieht in einer Partitur zunächst nur eine willkürliche Aneinanderreihung von Tönen. Das Fach Formenlehre will dazu verhelfen, im Dschungel der Noten Strukturen zu erkennen und die Architektur von Musik zu begreifen. Denn genauso wenig, wie man ein Haus baut, indem man einfach Stein auf Stein schichtet, komponiert man Musik, indem man Ton an Ton reiht. Den Bauplan musikalischer Werke zu ergründen, ist daher das Ziel der musikalischen Formenlehre.
Im Fach Arrangement wird u. a. unterrichtet: Akkordlehre, Akkordsymbolschrift, Sequenzen, transponierende Instrumente, Instrumentation für andere Besetzungen, verschiedene Satzweisen, Big-Band- Satz, Arrangement für Combo-Besetzung
Das Fach vermittelt das Know-How für elementare Liedbegleitung in verschiedenen Stilen, einfache Satztechniken, Begleitmuster und Sequenzen, eigenes Harmonisieren von Melodien, spielen nach Akkordbezeichnungen (auch leichte Jazz-Akkkorde) sowie leichte Improvisationen.
Ausgehend von Reflexionen über eigene Erfahrungen mit Stimme und Instrument und anknüpfend an das Fach Unterrichtsmethodik werden Erkenntnisse der Physiologie, der Entwicklungs-, Lern- und Erziehungspsychologie vermittelt, die für das instrumentale Lernen relevant sind. Darüber hinaus kommen grundlegende Erkenntnisse über Planung, Durchführung und Analyse von Instrumentalunterricht zur Sprache.
Das Hauptfachseminar des Pädagogischen Aufbaujahrs behandelt die Geschichte und Literatur des jeweiligen Hauptfachinstruments und umfasst die Praxis des Unterrichtens, also die Planung, Durchführung und Nachbereitung von Unterrichtsstunden, die die Schüler der dritten Klasse unter Aufsicht des Hauptfachlehrers erteilen. Die der BfM angegliederte Sing- und Musikschule bietet hierfür die geeigneten Voraussetzungen.
Einführung in musikwissenschaftliches Arbeiten: Neben der reinen Musikgeschichte umfasst die wissenschaftliche Beschäftigung mit Musik auch psychologische, soziologische, ethnologische und philosophische Fragestellungen. Anhand exemplarischer Themen werden Einblicke in die Teilgebiete der Musikwissenschaft erarbeitet und wissenschaftliche Arbeitstechniken wie Recherche, Bibliographie und Quellennachweis erprobt.
C. Allgemeinbildende Fächer
Im Fach "Musik und Bewegung" steht der eigene Körper als Ausgangspunkt musikalischen Erlebens im Vordergrund. Musikalische Phänomene werden erlebt und sichtbar gemacht. Dabei soll im Rahmen der Gruppe besonders die Entwicklung der eigenen Kreativität im Vordergrund stehen und die Wechselwirkung zwischen Musik und Bewegung deutlich werden.
D. Wahlfächer und sonstige Angebote
Die Belegung dieses Wahlfachs ist notwendige Voraussetzung für ein Weiterstudium zur/m FachlehrerIn für Musik und Kommunikationstechnik am Staatsinstitut Ansbach. Es wird an unserer Schule in Form zweier Kompaktseminare unterrichtet. Inhalte sind einerseits die Technik der Audio-Aufnahme und ihrer Bearbeitung mit Hilfe von Audio- und Sequenzer-Software (Wavelab, Cubasis), andererseits der Umgang
mit Notationssoftware (Finale).
Ebenfalls erforderlich für die Zulassung zu einem anschließenden Fachlehrer-Studium ist die Belegung des Faches Rock/Pop/Jazz.
In ihm werden musikgeschichtliche, instrumentenkundliche und gehörbildnerische Aspekte dieser Musikstile behandelt sowie praktische Erfahrungen im Band-Spielen und Band-Coaching gesammelt.
Bei freier Unterrichtskapazität besteht auf Antrag die Möglichkeit, noch Unterricht in einem zusätzlichen Instrument bzw. in Gesang zu erhalten.
Als Wahlfachangebot finden sich regelmäßig Ensembles zusammen, die auf mittelalterlichen Instrumenten wie Gemshorn, Krummhorn, Fidel, Dudelsack, Viola da Gamba oder Pommer musizieren. Außerdem stehen Traversflöten, eine Barockvioline, Cembali und ein Hammerflügel für Unterricht in historischer Aufführungspraxis bereit.
In einer Gruppe von etwa 10 Teilnehmern miteinander frei improvisieren, verschiedenste Instrumente kennen lernen, musiktherapeutische Spielideen ausprobieren und über das Erlebte sprechen ist die eine Seite - Informationen über Theorie, Praxis und Geschichte der Musiktherapie die andere Seite dieses Fachs. Es ist ein Angebot für die II. Klasse und findet im 14-tägigen Abstand statt.
In der Band der BfM spielen Schülerinnen und Schüler, die sich auch außerhalb der klassischen Musik "austoben" möchten. Die Besetzung besteht aus Drums, E-Bass, E-Gitarren, Keyboards und Gesang, kann aber nach Belieben erweitert werden. Das Repertoire beinhaltet alle Stilrichtungen von den 60er Jahren an bis zu aktuellen Songs.
Das "Kronacher Kammerorchester" setzt sich zum einen aus den StreicherInnen der Berufsfachschule für Musik und zum anderen aus fortgeschrittenen SchülerInnen der Sing- und Musikschule zusammen. Auch steht es interessierten Geigern, Bratschisten und Cellisten aus Kronach und Umgebung offen, die über ein spieltechnisches Fundament verfügen, auf ihrem Instrument weiterkommen möchten, offen sind für neue Literatur und die Bereitschaft zur eigenen Probennacharbeit mitbringen.
In den wöchentlich stattfindenden Proben bildet die Vorbereitung des jeweils aktuellen Konzertprogramms einen wesentlichen Schwerpunkt. Daneben wird an streichertechnischen Grundlagen gearbeitet, die ein Zusammenspiel auch ohne DirigentIn ermöglichen. Regelmäßiges Vom-Blattspiel schließlich fördert das Kennenlernen der vielsaitigen Streicherliteratur.
Unter diesem Namen formiert sich ein Vokalensemble aus besonders begabten gegenwärtigen und ehemaligen SchülerInnen der BfM, um anspruchsvolle Ensembleliteratur zu erarbeiten und aufzuführen.
Das Repertoire der "kleinen kantorey" ist vielseitig und umfasst neben der klein besetzten Ensemblemusik aus Renaissance und Frühbarock auch kammermusikalische Vokalwerke der Romantik und Moderne.
Seit 2008 widmet sie sich verstärkt der Literatur für Frauenchor.
Beim 7. Bayerischen Chorwettbewerb 2005 erzielte die kleine kantorey in der Kategorie A1 (Gemischte Kammerchöre) einen "hervorragenden Erfolg". Einen 3. Platz in der Kategorie "Gemischte Chöre" erreichte sie beim 1. Internationalen Chorfestival und Chorwettbewerb "Music - Inspiration - Landscape" 2007 in Riga (Lettland). Im November 2009 sang sie sich beim 8. Bayerischen Chorwettbewerb auf den 1. Platz in der Kategorie B1 Frauenchöre, und im Mai 2010 gewann sie beim 8. Deutschen Chorwettbewerb in derselben Kategorie den 2. Preis sowie den Sonderpreis für die hervorragende Interpretation eines deutschen Volksliedes.
Im "Kronacher Kammerchor" singen hauptsächlich ambitionierte Sängerinnen und Sänger aus Kronach und Umgebung, aber auch besonders an Chorarbeit interessierte Schülerinnen und Schüler der BfM können während ihrer Schulzeit als Gäste mitwirken. Für Schüler des pädagogischen Aufbaujahres mit Hauptfach Gesang/Chorleitung bildet die stimmbildnerische und probentechnische Assistenz einen Teil der Ausbildung.
Aktuelles
Sonntag, 20.05.2012
17:30 Uhr
Weißenbrunn, Leßbachtalhalle
"Power of Percussion"
Percussionensemble der BfM
Ltg. Günther Peppel
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Donnerstag, 24.05.2012
19:30 Uhr
Brand/Oberpfalz
Pfarrkirche Herz-Jesu
Geistliches Konzert
Solisten und Ensembles
der BfM
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Dienstag, 29.05. bis
Freitag, 08.06.2012
Pfingstferien